Tag 25

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8. April 2020

Ich suche ein vertraut gefügtes Gesicht zwischen schwebenden Kugeln in einem Gemälde Dalís, folge dem verheißungsvollen Lauf einer Treppe von Escher und verliere mich:

Ein Übermaß an Informationen und die Aufhebung von Funktionen, die ich als zusammenhängend kennengelernt habe, verwirren mein inneres Weltbild, laden mich zu Wahrnehmungswechseln ein und fordern mich heraus, nie gegangene gedankliche Pfade visuell zu testen.

Mit dem Gefühl, real in ein solches Gemälde geführt worden zu sein, verliert sich der spielerische Charakter der Suchbewegung. 

Der Versuch, Erleben, verordnetes Wissen und neue Erfahrungen in vertraute geistige Bahnen einzuordnen, scheitert und macht müde.

Täglich ist das Bild zu groß, das Reale mutet zu filmisch an, räsonieren die erkennbaren Bruchstücke zwar, doch sind sie scheinbar zusammenhanglos in variablen Rahmen angeordnet, Wechselrahmen für viel zu viele Möglichkeiten, für viel zu viele Bedenkenpfade, auf denen ich mich verzweige.

Du übst Reduktion. Es wäre besser, ich täte es Dir gleich.

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